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Samstag, 13. November 2010

Der Himmel über Berlin

Heute tobte vor unserem Haus ein Unwetter. Der Wind rüttelte an den Fenstern und die Krähen, die sich sonst auf den Bäumen tummeln, flogen wild durcheinander.

Überhaupt bot der Berliner Himmel in den letzten Tagen dank des klaren Herbstwetters immer wieder interessante Anblicke, von denen wir ein paar hier festhalten möchten.




Dienstag, 12. Oktober 2010

Unterwegs auf der Leipziger Straße

Das Wetter war so schön, dass wir einen Spaziergang zur Leipziger Straße machten.

In den 60er Jahren wurde diese Straße als Prestigeprojekt neu gestaltet. Mit hellen Wohnhochhäusern, Einkaufspavillons und vielen Bäumen sollte diese Gegend an der Grenze zu Westberlin als Modell des DDR-Städtebaukonzepts dienen.
Zwischen den Hochhäusern trifft man unvermittelt auf ein Zeugnis älterer Berliner Geschichte. 1979 wurden hier die sogenannten Spittelkolonnaden aus dem 18. Jahrhundert neu errichtet, die mit ihren historischen Formen in einem interessanten Kontrast zum übrigen, modern gestalteten Straßenverlauf stehen.
Seit einiger Zeit wird an der Leipziger Straße wieder viel gebaut und das Gesicht der Straße wird heute zunehmend von neuen Bürogebäuden und Luxuswohnhäusern geprägt. In den nächsten Jahren soll auch eine lange geplante neue Straßenbahnlinie den Alexanderplatz mit dem Potsdamer Platz verbinden.

Bei Rossmann lösten wir den myself-Gutschein für die neue Sorte "Aprilfrisch" von Lenor ein und besorgten noch ein paar Dinge für den Haushalt. Da mein Gesichtswasser alle war, wollte ich ein mildes von Laura Belucci mit Olivenextrakten ausprobieren.
Wir standen ungefähr zehn Minuten vor den Swiffer-Produkten und überlegten, welche Tücher wir mitnehmen sollten. Die myself-Coupons sind so verführerisch, dass wir ständig schauten, was wir noch alles gebrauchen könnten. Nachdem wir eine Swiffer-Packung in den Einkaufskorb gelegt hatten, fiel uns aber auf, dass wir genauso gut unsere altbewährten Allzwecktücher zum Staubwischen benutzen könnten, und stellten die Packung zurück ins Regal.










Sonntag, 10. Oktober 2010

Der Mensch, das Maß aller Dinge (Walter Womacka)

Vor kurzem waren wir auf einer ungewöhnlichen Veranstaltung: Ein Kunstwerk wurde gerettet. Um das zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen.

Am 18. September verstarb der Maler Walter Womacka im Alter von 84 Jahren in Berlin. Ich war deswegen betroffen, denn obwohl ich ihn nicht persönlich kannte, hatte ich doch eine starke Verbindung zu seinen Werken.
Womacka war vor allem bekannt für sein Gemälde "Am Strand", das in der DDR unzählige Male als Druck, Briefmarke usw. reproduziert wurde, sowie für seine lebensbejahenden, farbenfrohen Wandbilder, Fensterbilder und Mosaike, mit denen er besonders das Berliner Zentrum prägte. So kann man Werke von ihm auf dem Alexanderplatz (am "Haus des Lehrers", am "Haus des Reisens" sowie am "Brunnen der Völkerfreundschaft"), im ehemaligen Staatsratsgebäude (heute Sitz der European School of Management and Technology) sowie in der Humboldt-Universität finden. Auch an vielen anderen Stellen Berlins und in anderen Orten hat er Plätze und Gebäude durch seine Bilder geschmückt, von denen einige leider nach 1990 durch Abriss zerstört wurden.
Neben diesen Arbeiten im öffentlichen Raum, die meistens sehr offen politische Botschaften vermittelten, schuf Womacka auch zahlreiche Stillleben, Landschaftsbilder und Portraits, und für mich zieht sich durch all seine Bilder als roter Faden die Begeisterung für das Schöne und das Interesse am Menschen.

Der "Freundeskreis Walter Womacka" hatte in den letzten Jahren immer zur Winterzeit Ausstellungen organisiert, und wir beide waren regelmäßig dort gewesen. Sie hatte mir auch ein Berlin-Gemälde von Womacka als Kunstdruck geschenkt, und weil ich das Fries am Haus des Lehrers sehr mag, hatte sie mich mit einem selbstgezeichneten Bild überrascht. Die beiden Bilder schmücken seitdem die Wände in unserer Wohnung.




Dank des Engagements des "Freundeskreises" konnte nun ein bedrohtes Werk Womackas gerettet wurden. Das ehemalige DDR-Bauministerium soll in diesem Jahr abgerissen werden, und an diesem Gebäude befand sich ein großes Bild auf Kupferplatten. Das Bild mit dem Titel "Der Mensch, das Maß aller Dinge" zeigt einen Bauarbeiter, der vermittelt über Kreise und Formeln als "Maßstab" für die Arbeit in dem Ministerium dienen sollte. Ich war immer wieder an dem Bild vorbei gegangen, wenn ich die Berliner Stadtbibliothek besucht hatte, und hätte es schade gefunden, wenn es zusammen mit dem Haus verloren gegangen wäre.
Die Hausverwaltung hat sich aber bereiterklärt, das Bild an anderer Stelle wieder anzubringen, und daher fand am Montag unter dem Titel "Tag der Abnahme" eine Festveranstaltung mit Vorträgen und Filmvorführung statt, als die Platten abgenommen und in extra gezimmerten Kisten verstaut wurden.
Ich bin schon sehr gespannt, an welchem Ort das Bild in Zukunft betrachtet werden kann!




Montag, 4. Oktober 2010

Vom GZSZ-Kiez zu Alexa

Wer ab und zu "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" schaut (Tuner forever!), wird den U-Bahnhof Klosterstraße kennen, um den herum sich ein Großteil der Geschehnisse in der Serie abspielt. Der echte U-Bahnhof befindet sich jedoch nicht in einem belebten Kiez, sondern in einer der ruhigeren Gegenden Berlins. 

An der Grunerstraße, die in ihrer Breite an eine Autobahn erinnert, liegt auf der einen Seite das Rote Rathaus samt Rathaus-Passagen sowie der Fernsehturm. Auf der anderen Seite befindet sich die malerische Ruine der Franziskaner-Klosterkirche, die der Klosterstraße ihren Namen gegeben hat. An diesem geschichtsträchtigen Ort findet man auch Überbleibsel der alten Berliner Stadtmauer sowie die "Letzte Instanz", die älteste Kneipe der Stadt. Ganz in der Nähe liegt der Hintereingang des "Alexa", an dem es weit weniger Gedränge gibt als am Haupteingang.











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