Schon monatelang hatte ich vor, wieder mit dem Joggen anzufangen. Heute überwand ich mich endlich wieder einmal und lief nach dem Abendessen ein paar Runden durch die Straßen. Auch wenn ich statt früher 30 nur noch knapp zehn Minuten durchhielt, fühlte ich mich gut, mal wieder Sport zu treiben. Die Herbstkälte spürt man auch gar nicht mehr, sobald man sich erst einmal warm gelaufen hat. Jetzt bin ich so kaputt, dass ich bestimmt tief und fest schlafen werde. :)
Ein idealer Soundtrack zum Joggen ist übrigens der DJ Skee Remix von The Game's "400 Bars", mit 20 Minuten Punchlines über eine Auswahl klassischer Hiphop-Beats. Zu dem Lied gibt es auch ein richtig gutes Video in der Los Angeles County Metro Rail:
Vor ein paar Monaten wies sie mich auf die Seite "bloglovin" hin, mit der man seine Lieblingsblogs alle an einem Ort verwalten und lesen kann, ohne ständig auf allen jeweiligen Seiten nach Aktualisierungen zu schauen. Heute präsentiere ich einige der Blogs, denen ich mit bloglovin folge:
Herr Merkt ist einer der wichtigsten Blogger in Sachen deutscher Untergrundrap. Auf seiner Seite bringt er Interviews, Musikvideos und immer wieder exklusive Tracks als Download. Alle paar Monate gibt es auch den "Kennenlernrunde"-Sampler zum kostenlosen Download. Von der Masse der anderen Hiphop-Blogger hebt Herr Merkt sich durch seinen Schreibstil ab, der sich durch Höflichkeit und gewählten (und manchmal etwas gestelzten) Ausdruck auszeichnet. Hier konnte ich schon oft neue Entdeckungen machen, so zum Beispiel einen der für mich momentan interessantesten deutschsprachigen Rapper, Disko Degenhardt.
Staiger war jahrelang Chef des Berliner Labels Royal Bunker und für mich immer eine der sympathischsten Figuren in der deutschen Rap-Szene. Ich war früher öfter zum Royal Bunker-Büro in Kreuzberg gegangen, weil man dort die CDs, Tapes und T-Shirts des Labels günstiger als im Laden bekam. Seit das Label geschlossen und Staiger zum nun Chefredakteuer der Webseite rap.de geworden ist, schreibt er nur noch selten in seinem Blog. Die Posts sind dafür trotzdem immer lesenswert und widmen sich unter anderem Entwicklungen in der Musikindustrie oder der Sarrazin-Debatte.
Als Plattensammler erfreue ich mich nicht nur an Musik, sondern auch an schönen Plattencovern. LP Cover Lover stellt in jedem Post ein altes und außergewöhnliches Cover vor, mit einigen Informationen zu den Künstlern.
Noch eine Seite, auf die sie mich aufmerksam gemacht hat. Hier werden regelmäßig neue "Männerspielzeuge" vorgestellt: Mode, Technik, Autos usw. Die meisten Produkte, die auf der Seite gezeigt werden, würde ich mir nie kaufen, aber es macht trotzdem Spaß, herum zu schauen.
Ich wollte nicht länger warten und probierte heute den zweiten Badezusatz aus, den sie mir geschenkt hatte. Die "Sinnenperlen des Jahres - Liebeszauber" von tetesept duften nach Brombeere, Himbeere und Vanille und färben das Wasser wie Limonade. Zwar war der Badezusatz nicht so pflegend, wie die Packung versprach, aber dafür glitzert die Haut hinterher Twilight-artig. ;)
Die Badelektüre stammte diesmal von Nikolai Nikolajewitsch Nossow. Das sowjetische Kinderbuch "Nimmerklug im Knirpsenland" hatte schon meine Mutter als Kind gern gelesen, und später las sie mir daraus vor. Vor zwei Jahren hatte sie das russischsprachige Original für mich aufgetrieben: "Приключения Незнайки и его друзей" (Die Abenteuer von Nimmerklug und seinen Freunden).
Незнайка bzw. Nimmerklug ist ein kleiner Wichtel, der immer wieder neue Dinge ausprobiert (so will er z.B. Gedichte schreiben oder ein Instrument lernen), aber dabei scheitert, weil er zu ungeduldig ist und seinen Plan nicht richtig durchdacht hat. Schließlich unternimmt er mit den anderen Knirpsen eine Ballonfahrt, bei der sie ein Land kennenlernen, in dem männliche und weibliche Knirpse getrennt voneinander in unterschiedlichen Städten leben. Als Kind war ich ganz begeistert von dem Buch, denn es kommt ein Auto vor, das auf allen vier Seiten fahren, Holz hacken und Eiscreme machen kann. :)
Das Buch hatte sie mir geschenkt, weil ich bis Anfang letzten Jahres noch an der Uni Russisch gelernt hatte. In diesem Semester möchte ich den Kurs endlich fortsetzen und muss dafür meine Kenntnisse noch ein bisschen auffrischen. Morgen ist die erste Sitzung, und ich bin schon aufgeregt!
Nimmerklugs Abenteuer wurden übrigens auch zu einer süßen Puppentrickfilmserie gemacht. Einen kleinen Ausschnitt kann man hier sehen: Ein Käfer fliegt Nimmerklug an den Kopf, worauf dieser glaubt, von der Sonne sei ein Stück abgebrochen und ihm auf den Kopf gefallen.
Das "Gelenk & Muskel"-Badesalz von tetesept, das sie mir geschenkt hatte, bot ein sehr schönes Badevergnügen. Es verströmte eine beruhigenden Kräuter-Duft und entspannte sehr.
Schon als Kind konnte ich mich in der Badewanne immer besonders gut erholen. Während ich damals beim Baden immer Comics las, hat sich das "Juice"-Magazin mittlerweile zu meiner Lieblings-Wannen-Lektüre entwickelt.
In der aktuellen Ausgabe gibt es eine lange Rückschau auf die Entwicklung von Rap in Deutschland von 2000 bis 2010, und ich konnte ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. ;) Außerdem enthält das Heft ein Interview mit einem meiner Lieblingsrapper: Casper. Als ich hörte, dass sein kommendes neues Album musikalisch stärker in Richtung Indie-Rock gehen sollte, war ich erst skeptisch, aber dieses Video erfüllt mich doch mit Vorfreude!
Wenn wir viel Zeit haben, essen wir zum Frühstück gern Aufbackbrötchen, die noch knistern, wenn man sie frisch aus dem Ofen holt. Lecker!
Hier in Berlin gibt es jeden Sonntag eine große Anzahl an Flohmärkten, die ein sehr unterschiedliches Angebot aufweisen. Der Flohmarkt am Ostbahnhof zeichnet sich dadurch aus, dass die Verkäufer auf alte Möbel, Haushaltsartikel und Militaria spezialisiert sind. Da uns langsam der Magen knurrte, kauften wir uns an einem Imbiss Bratwürste, die erstaunlich lecker waren. Wir stöberten an den Flöhmarktständen nach etwas schönem für unsere Wohnung, aber wurden leider nicht fündig. Es ist angenehm, dass in Berlin die Geschäfte in den Bahnhöfen auch sonntags geöffnet haben; so konnten wir unseren Bummel dort fortsetzen.
In meiner Kindheit besuchte ich regelmäßig zusammen mit meinem Vater und meinem Bruder die lokale Stadtbibliothek, die direkt gegenüber meiner Grundschule lag. Dort gab es einen besonders netten Bibliothekar, der meine Eltern persönlich kannte und meinem Bruder und mir auch öfters mal ein ausgesondertes Buch schenkte. Jedes Mal, wenn wir umgezogen waren, besuchte ich die Bibliothek im jeweiligen Stadtteil und lernte so mit der Zeit viele verschiedene kennen. Ich hatte großen Spaß dabei, neue Buchserien zu entdecken und nahm teilweise fast das ganze Regal mit, da ich mich so sehr darauf freute, alles lesen zu können. Mit meinem Vater fuhr ich in meiner Gymnasialzeit fast jeden Samstag in eine besonders große Bibliothek, in der es neben einem gut ausgestatteten Jugendbereich auch eine Videothek und Musikabteilung gab. In dem Bezirk, in dem meine Eltern nun inzwischen wohnen, liehen wir uns früher Bücher in einem Büchereibus aus, der leider vor ungefähr zwei Jahren eingestellt wurde.
Studienbedingt leihe ich mir jedes Semester viele Lehrbücher aus, das Interesse an Literatur in meiner Freizeit ist jedoch leider abgeebbt.
Als ich noch ein Kind war, war es für mich immer etwas ganz besonderes, wenn meine Mutter mit meinem Bruder und mir in die Stadtbibliothek ging. Die Bibliothek in meiner Heimatstadt war untergebracht im alten Volkshaus, dessen hohe Wände und dunkle Holzvertäfelungen dazu beitrugen, dass mir der Ausflug in die Bücherei wie die Reise in eine andere Welt vorkam. Wir wohnten damals am Stadtrand, und es war immer etwas besonderes, wenn meine Mutter Zeit fand, mit uns bis ins Zentrum zu fahren, damit wir uns Kinderbücher und Hörspielkassetten ausleihen konnten.
Auch als Student nutzte ich die Bücherei weiter gern und suchte dort vor allem nach CDs, mit denen ich meinen Hunger nach neuer Musik stillen konnte. Mittlerweile wohne ich in einer größeren Stadt, und die Bibliotheken hier haben eine noch größere Auswahl und sind sehr gut organisiert. Bücher leihe ich mir nur selten hier aus - viel lieber durchforste ich die Kisten mit den ausgesonderten Büchern. Das tue ich auch, wenn ich in einer anderen Stadt zufällig in die Bibliothek komme, und auf diesem Wege habe ich bereits viele schöne Bücher vor dem Müll gerettet, die nun in meinem eigenen Regal stehen. In den letzten Monaten habe ich allerdings fast nur noch Bücher gelesen, die ich für meine Abschlussarbeiten brauchte, und diese holte ich mir aus der Universitätsbibliothek.
Wir gehen gern zusammen in die Bibliothek und haben dabei in letzter Zeit vor allem die Jugendabteilung erkundet. Neben Comics und Filmen sind wir nun auch dazu gekommen, uns Videospiele für unseren Gameboy auszuleihen. Auch Kinderhörspiele genießen wir wieder gern gemeinsam. Und natürlich stöbert er auch weiterhin gern in der Musikabteilung. Auch nach all den Jahren freuen wir uns noch immer fast wie Kinder, wenn wir durch die Regale schauen und wir all die schönen Bücher, Magazine und CDs sehen, die man sich ausleihen kann.